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Migräne

Hamburg (ots) - Neue Hoffnung für Migräne-Patienten: Durch effektive Vorbeugemaßnahmen lassen sich die Kopfschmerz-Attacken deutlich reduzieren. Denn mit der richtigen Kombination aus Prävention und Behandlung können Häufigkeit und Dauer der Schmerzanfälle um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

"Kein Migränepatient muss sich heutzutage mit einer schlechten Behandlung mit nur geringen Erfolgen zufrieden geben", betont Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel in einer Ausgabe der Zeitschrift VITAL. Im Prinzip sei es richtig, wenn der Patient sich selbst behandele.

Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen für Migräne-Patienten zählt ein klar geregelter Tagesablauf, in dem beispielsweise feste Essens- und Einkaufszeiten festgelegt sind. Einen Tag in der Woche sollten Patienten für sich reservieren und sich beispielsweise mit einem Konzertbesuch oder einer Massage verwöhnen.

Auch mässiges Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen ist sehr empfehlenswert. "Sport baut Stresshormone zuverlässig ab und trainiert Körper und Geist auf einen gesunden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung", sagt Göbel.

43 Prozent der Patienten erzielen durch eine psychologischeEntspannungstherapie positive Wirkungen. Am einfachsten zu erlernen ist die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, bei der die Muskeln angespannt und sofort wieder gelockert werden und die fast augenblicklich gute Resultate bringt. Hilfreich kann auch die Biofeedback-Therapie sein, bei der mit Hightech-Geräten verschiedene Körperfunktionen gemessen werden. "Wichtig für Patienten, die auf andere Entspannungstechniken nicht ansprechen", sagt Experte Göbel.

Auch Heilpflanzen können vorbeugend eingesetzt werden, das gilt insbesondere für die Pestwurz (Petasites). Sie halbiert die Häufigkeit von Migräneanfällen, wie eine Studie am Albert Einstein College in New York ergab. Wer Migräne- Attacken mit Medikamenten wie Aspirin behandelt, der sollte auf die richtige Dosis achten. "Leider nehmen zwei von drei Patienten eine zu geringe Dosis ein. Wirksam sind nur 1000 Milligramm oder mehr Acetylsalicylsäure oder Paracetamol", betont Göbel.

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zuletzt aktualisiert Samstag, 22. März 2008